»Aber ich will nicht in diese Welt gehören…« – Beiträge zu einem konvivialen Denken nach Ivan Illich

Marianne Gronemeyer / Reimer Gronemeyer / Charlotte Jurk / Marcus Jurk / Manuel Pensé (Hg.)
»Aber ich will nicht in diese Welt gehören…« – Beiträge zu einem konvivialen Denken nach Ivan Illich
Aus dem Verlagstext: In einer Welt, in der eine Krise nach der nächsten verkündet wird, verlockt das Denken des Sozialphilosophen Ivan Illich zu einer Suche nach Auswegen. Doch lässt sich das Denken des scharfen Kritikers der Modernisierung und Verfechters konvivialer Technologien für die Errichtung einer gerechteren, lebensfreundlicheren Welt gebrauchen? »Aber ich will nicht in diese Welt gehören« erklärt er selbst und erteilt damit einer Utopie der erlösten Existenz in dieser Welt eine Absage. Die Beiträge des Bandes erkunden aus vielfältigen Perspektiven jene Haltung, die keine Erlösung erwartet und dennoch zutiefst hoffnungsvoll ist.

Erschienen bei Transcript im September 2019

Aus dem Inhalt:
Claudia von Werlhof: Die „Ver-Schattung“ der Hausarbeit
Aus dem Spanischen übersetzte und 2019 ergänzte Version
eines Vortrages von 2012

s. bei Fipaz e.V.:

In meinem intellektuellen Leben eine wichtige Rolle gespielt und war einer der ganz wenigen Männer, die mich in meiner radikalen Suche nach Erkenntnis unterstützten (die meisten versuchten, mich stattdessen daran zu hindern).
Diese Suche begann zunächst mit der Analyse der modernen Hausarbeit, einem Thema, das damals, in den späten 1970er Jahren, in jeder Hinsicht neu war (vgl. Werlhof 1978). Außer mir nahmen auch andere damalige Feministinnen daran teil (vgl. Bock/Duden 1977, Kittler 1980), denn es war die Zeit der radikalen wissenschafts- und systemkritischen Frauenbewegung, und Ivan entwickelte daraufhin – wie er sagte – seinen Begriff der „Schattenarbeit“ (vgl. Illich 1982). Das ist der Grund, warum Ivan und ich uns kennenlernten, uns befreundeten, und ich heute hier bin.Jean Robert (der das Treffen in Cuernavaca organisiert hat) nannte mir ursprünglich einen anderen Titel für meinen Vortrag, wie er ihn sich vorstellte. Er lautete, umgekehrt: „Die Verweiblichung der Schattenarbeit“. Mir geht es dagegen um etwas ganz anderes, nämlich „die Ver-Schattung der Hausarbeit“. So gibt es Jeans Version des Phänomens zwar auch, aber sie ist nicht die grundlegende in der Welt der Frauenarbeit.

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